Abfindungsrechner

Schätzen Sie den Betrag Ihrer Abfindung (finiquito) bei Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses in Spanien, einschließlich Entschädigung, ausstehendem Gehalt, Urlaub und Sonderzahlungen.

Wann sollten Sie diesen Rechner verwenden?

Das finiquito ist die wirtschaftliche Endabrechnung, die das Unternehmen dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zahlen muss, sei es durch Kündigung, freiwillige Kündigung oder Vertragsende. Es umfasst alle noch ausstehenden Beträge: Gehalt für die im letzten Monat gearbeiteten Tage, nicht genommenen Urlaub, anteilige Sonderzahlungen und gegebenenfalls die gesetzliche Entschädigung.

Rechtlicher Rahmen in Spanien

Die Berechnung der Entschädigung hängt von der Art der Vertragsbeendigung ab. Bei unrechtmäßiger Kündigung sieht das spanische Arbeitnehmerstatut eine Entschädigung von 33 Tagen Gehalt pro Dienstjahr vor, mit einer Obergrenze von 24 Monatsgehältern, für Verträge nach der Arbeitsrechtsreform von 2012. Bei Ende eines befristeten Vertrags beträgt die Entschädigung 12 Tage pro Beschäftigungsjahr. Freiwillige Kündigung und rechtmäßige Kündigung begründen im Allgemeinen keinen Anspruch auf Entschädigung.

Neben der Entschädigung umfasst das finiquito das Gehalt für die seit der letzten Gehaltsabrechnung gearbeiteten Tage, den entstandenen und nicht genommenen Urlaub sowie den anteiligen Teil der noch nicht erhaltenen Sommer- und Weihnachtssonderzahlungen. Auf den Gesamtbetrag wendet die Finanzbehörde einen Einkommensteuerabzug an, der je nach Betrag und persönlicher Situation des Arbeitnehmers variiert.

Dieser Rechner bietet eine unverbindliche Schätzung auf Grundlage des geltenden spanischen Arbeitsrechts. Für konkrete Fälle, insbesondere wenn Tarifverträge günstigere Bedingungen vorsehen, wird die Beratung durch einen Arbeitsrechtsberater oder Fachanwalt für Arbeitsrecht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage Entschädigung stehen bei unrechtmäßiger Kündigung zu?

33 Tage Gehalt pro Beschäftigungsjahr, mit einer Obergrenze von 24 Monatsgehältern, für Verträge, die nach der Arbeitsrechtsreform von 2012 unterzeichnet wurden.

Habe ich Anspruch auf Entschädigung, wenn ich freiwillig kündige?

In der Regel begründet eine freiwillige Kündigung keinen Anspruch auf Entschädigung, es sei denn, der Tarifvertrag bestimmt etwas anderes.

Unterliegt die Abfindung der Einkommensteuer?

Das ausstehende Gehalt, der Urlaub und die Sonderzahlungen werden als Erwerbseinkommen besteuert. Die gesetzliche Mindestentschädigung bei Kündigung ist meist bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei.

Was ist der Unterschied zwischen Abfindung (finiquito) und Entschädigung?

Das finiquito ist die Abrechnung aller ausstehenden Beträge bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Gehalt, Urlaub und Sonderzahlungen. Die Entschädigung ist ein zusätzlicher Betrag, der nur bei bestimmten Beendigungsarten zusteht, wie unrechtmäßiger Kündigung oder Ende eines befristeten Vertrags.

Kann ich das finiquito unterschreiben, ohne meine Rechte zu verlieren?

Ja. Sie können es mit dem Zusatz „nicht einverstanden“ neben Ihrer Unterschrift unterzeichnen, was Ihnen später eine Reklamation ermöglicht, wenn Sie den Betrag für falsch halten. Sie können die Unterschrift auch verweigern, wobei das Unternehmen den Betrag dann gerichtlich hinterlegen kann.

Wie viel Zeit hat das Unternehmen, um das finiquito zu zahlen?

Das finiquito muss zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gezahlt werden. Zahlt das Unternehmen nicht, kann der Arbeitnehmer beim SMAC oder gegebenenfalls beim Arbeitsgericht klagen, mit Anspruch auf Verzugszinsen.