Eigenkapitalrendite (ROE)
Die Eigenkapitalrendite misst, welchen Gewinnanteil ein Unternehmen pro investiertem Euro Kapital seiner Aktionäre erwirtschaftet, und ist eine der meistgenutzten Kennzahlen zur Bewertung der Effizienz eines Unternehmens.
Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) wird berechnet, indem der Nettogewinn eines Unternehmens durch sein Eigenkapital (das von Aktionären eingebrachte Kapital plus einbehaltene Gewinne) geteilt wird. Eine Eigenkapitalrendite von 15 % bedeutet zum Beispiel, dass das Unternehmen 15 Cent Nettogewinn pro Euro investiertem Eigenkapital im Jahr erwirtschaftet.
Eine hohe Eigenkapitalrendite gilt meist als Zeichen dafür, dass ein Unternehmen das Kapital seiner Aktionäre effizient zur Gewinnerzielung einsetzt, sollte aber mit Unternehmen derselben Branche verglichen werden, da eine "normale" Eigenkapitalrendite je nach Geschäftstyp stark variiert. Zudem kann eine sehr hohe Eigenkapitalrendite teilweise auf hohe Verschuldung zurückzuführen sein (weniger Eigenkapital im Nenner), weshalb sie meist zusammen mit dem Verschuldungsgrad des Unternehmens analysiert wird.
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Häufig gestellte Fragen
Wie wird die Eigenkapitalrendite berechnet?
Indem man den Nettogewinn des Unternehmens durch sein Eigenkapital teilt und das Ergebnis als Prozentsatz ausdrückt.
Was gilt als gute Eigenkapitalrendite?
Das hängt stark von der Branche ab: Entscheidend ist der Vergleich der Eigenkapitalrendite eines Unternehmens mit direkten Wettbewerbern, nicht mit einem festen Schwellenwert für alle Branchen.
Ist eine hohe Eigenkapitalrendite immer positiv?
Nicht immer: Eine sehr hohe Eigenkapitalrendite kann teilweise auf hohe Verschuldung zurückzuführen sein (weniger Eigenkapital im Nenner), was auch das finanzielle Risiko des Unternehmens erhöht. Man sollte sie zusammen mit dem Verschuldungsgrad betrachten.