Fonds- und ETF-Kostenrechner

Vergleichen Sie zwei Fonds oder ETFs mit unterschiedlichen jährlichen Kosten (TER) und sehen Sie, wie viel Geld die Gebühren Sie langfristig kosten.

Wann sollten Sie diesen Rechner verwenden?

Dieser Rechner vergleicht zwei Fonds, ETFs oder Vorsorgepläne mit unterschiedlichen jährlichen Kosten (TER, Total Expense Ratio) und zeigt den kumulierten langfristigen Effekt der Kosten – ein Effekt, der kurzfristig kaum auffällt, sich über mehrere Jahrzehnte aber auf Zehntausende Euro summieren kann.

Wie wird es berechnet

Die Berechnung zieht die TER jedes Fonds von der erwarteten Bruttorendite ab, um für jeden Fonds eine unterschiedliche monatliche Nettorendite zu erhalten, und projiziert das Kapital mit derselben Zinseszinsformel: Endwert = Anfangskapital — (1 + r)^n + monatliche Einzahlung — [(1 + r)^n ∑’ 1] · r, separat angewendet mit dem r jedes Fonds. Die Gebührenkosten jedes Fonds sind die Differenz zwischen dem Endwert ohne jegliche Gebühren (bei der Bruttorendite) und dem tatsächlichen Endwert nach Abzug der TER.

Praktisches Beispiel

Ein Zahlenbeispiel: Ausgehend von 10.000 € und einer monatlichen Einzahlung von 200 € über 30 Jahre, bei einer erwarteten Bruttorendite von 7% jährlich, würde ein Indexfonds mit einer TER von 0,2% mit 311.045,18 € enden, nachdem 14.114 € an kumulierten Gebühren gezahlt wurden. Ein aktiv verwalteter Fonds mit einer TER von 1,5% bei derselben Bruttorendite würde mit nur 234.596,26 € enden und dabei 90.562,92 € an Gebühren zahlen. Der TER-Unterschied von 1,3 Prozentpunkten macht 76.448,92 € weniger Endkapital aus, bei insgesamt 82.000 € eingezahltem Betrag in beiden Fällen.

Rechtlicher und steuerlicher Rahmen

Die TER (Total Expense Ratio) umfasst die Verwaltungsgebühr, die Verwahrgebühr und andere laufende Fondskosten, ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz des verwalteten Vermögens. Sie wird automatisch vom Nettoinventarwert des Fonds abgezogen, sodass der Anleger sie nicht als separate Rechnung zahlt, sondern als eine Nettorendite bemerkt, die etwas niedriger ist als die Bruttorendite des zugrunde liegenden Index oder der Vermögenswerte. Sie umfasst keine Ausgabe- oder Rücknahmegebühren, den Geld-Brief-Spread bei ETFs oder die steuerlichen Auswirkungen, die je nach Wohnsitzland variieren.

Das Ergebnis dieses Rechners ist eine mathematische Schätzung auf Basis einer konstanten Bruttorendite, die in der Realität von Jahr zu Jahr schwankt, und die angezeigten Ergebnisse sind brutto, vor Steuern: Die Besteuerung von Fonds- und ETF-Gewinnen variiert je nach Wohnsitzland des Anlegers. Dies stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung für bestimmte Produkte dar.

Häufige Fehler

Ein häufiger Fehler ist es, die TER von der erwarteten Rendite abzuziehen und anzunehmen, dass die Enddifferenz proportional zu diesem jährlichen Prozentsatz sein wird: Wie das obige Beispiel zeigt, zieht ein TER-Unterschied von 1,3 Prozentpunkten über 30 Jahre nicht 39% des Endkapitals ab (1,3% — 30), sondern verstärkt sich Jahr für Jahr wie beim Zinseszins, mit einem umso größeren Effekt, je länger der Zeithorizont ist. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Annahme, die TER sei die einzige Kostenart einer Fondsanlage: Es können auch Ausgabe- oder Rücknahmegebühren, der Geld-Brief-Spread bei ETFs und Transaktionskosten Ihres Brokers anfallen.

Praktische Tipps

Grundsätzlich haben Indexfonds eine niedrigere TER als aktiv verwaltete Fonds, da sie einen Index nachbilden, ohne ein Analystenteam zur Auswahl von Vermögenswerten zu benötigen, was ihre Betriebskosten senkt; dennoch lohnt sich ein Vergleich der konkreten TER jedes Produkts, da sie zwischen Fondsgesellschaften variiert. Als Referenz für die einzugebende Bruttorendite haben globale Aktienindizes historisch langfristig durchschnittlich zwischen 6% und 8% pro Jahr erzielt, wobei die vergangene Wertentwicklung keine zukünftigen Ergebnisse garantiert.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist die TER eines Fonds?

Die TER (Total Expense Ratio) ist der jährliche Prozentsatz, den ein Fonds oder ETF vom verwalteten Vermögen für Verwaltung, Verwahrung und sonstige laufende Kosten einbehält. Sie wird automatisch vom Nettoinventarwert abgezogen, sodass Anleger sie nicht separat zahlen.

Warum ist ein so kleiner Kostenunterschied so wichtig?

Weil sich der Effekt jedes Jahr auf ein immer größeres Kapital aufzinst, genau wie beim Zinseszins. Ein Unterschied von 1 % pro Jahr kann über 25-30 Jahre Zehntausende Euro ausmachen.

Haben Indexfonds immer niedrigere Kosten als aktiv verwaltete Fonds?

In der Regel ja, da sie einen Index ohne Analystenteam nachbilden, was die Betriebskosten senkt. Dennoch lohnt sich der Vergleich der konkreten TER jedes Produkts, da sie zwischen Anbietern variiert.

Ist die TER die einzige Kostenart bei einer Fondsanlage?

Nein. Es können auch Ausgabe- oder Rücknahmegebühren, die Geld-Brief-Spanne bei ETFs sowie Transaktionskosten Ihres Brokers anfallen. Die TER spiegelt nur die laufenden jährlichen Kosten des Fonds wider.

Berücksichtigt dieser Rechner Steuern?

Nein. Die Ergebnisse sind brutto, vor Steuern. Wie Gewinne aus Fonds und ETFs besteuert werden, hängt vom Wohnsitzland des Anlegers ab.

Welche jährliche Rendite ist langfristig realistisch?

Das hängt von der Anlageklasse ab: Globale Aktienindizes haben historisch langfristig im Schnitt etwa 6-8 % pro Jahr erzielt, wobei vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für die Zukunft sind.

Warum zieht ein TER-Unterschied von 1,3% nicht einfach 39% über 30 Jahre ab?

Weil sich die Gebührenkosten jedes Jahr auf ein immer größeres Kapital verstärken, genau wie beim Zinseszins: Es ist kein linearer Abzug (1,3% — 30 Jahre), sondern ein kumulativer Effekt, der überproportional wächst, je länger der Zeithorizont ist.

Welche weiteren Kosten gibt es neben der TER?

Es kann Ausgabe- oder Rücknahmegebühren beim Ein- oder Ausstieg aus dem Fonds geben, den Geld-Brief-Spread bei ETFs (die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis am Markt) sowie Transaktionsgebühren, die Ihr Broker oder Ihre Bank berechnet.

Wie wähle ich eine realistische Bruttorendite für den Vergleich?

Das hängt von der Art des zugrunde liegenden Vermögenswerts ab: Globale Aktienindizes haben historisch langfristig durchschnittlich zwischen 6% und 8% pro Jahr erzielt, während konservativere Portfolios (Anleihen, gemischt) in der Regel weniger einbringen. Die vergangene Wertentwicklung garantiert keine zukünftigen Ergebnisse.

Garantiert eine niedrigere TER immer ein besseres Endergebnis?

Bei gleicher zugrunde liegender Bruttorendite ja: Eine niedrigere TER lässt dem Anleger mehr Nettorendite. Aber zwei Fonds mit unterschiedlicher TER können in unterschiedliche Vermögenswerte mit ebenfalls unterschiedlichen Bruttorenditen investieren, daher lohnt sich ein Vergleich von Produkten mit ähnlicher Strategie oder ähnlichem Index.