KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Das KGV ist der Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie und zeigt, das Wievielfache des Jahresgewinns der Markt für dieses Unternehmen zu zahlen bereit ist.

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie (EPS) des Unternehmens geteilt wird. Ein KGV von 15 bedeutet zum Beispiel, dass der Markt das 15-fache des aktuellen Jahresgewinns für diese Aktie bezahlt; anders gesagt: Bliebe der Gewinn konstant, bräuchte es 15 Jahre Gewinne, um den gezahlten Preis "zurückzuverdienen".

Das KGV wird vor allem verwendet, um die Bewertung ähnlicher Unternehmen (gleiche Branche, ähnliches Geschäftsmodell) zu vergleichen: Ein niedrigeres KGV kann darauf hindeuten, dass eine Aktie im Verhältnis zu ihrem Gewinn günstiger ist, kann aber auch bedeuten, dass der Markt geringeres Wachstum oder höheres Risiko für dieses Unternehmen erwartet. Ein niedriges KGV ist nicht automatisch ein Kaufsignal, so wie ein hohes KGV nicht automatisch bedeutet, dass die Aktie teuer ist: Es hängt von der Branche, dem erwarteten Wachstum und dem Grund für die Abweichung vom KGV vergleichbarer Unternehmen ab.

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Häufig gestellte Fragen

Wie wird das KGV berechnet?

Indem man den aktuellen Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie (EPS) des Unternehmens der letzten zwölf Monate (oder geschätzt, je nach verwendeter Variante) teilt.

Bedeutet ein niedriges KGV, dass eine Aktie günstig ist?

Nicht zwangsläufig: Es kann geringeres erwartetes zukünftiges Wachstum oder höheres Risiko für dieses Unternehmen widerspiegeln. Man sollte es mit ähnlichen Unternehmen derselben Branche vergleichen, nicht isoliert betrachten.

Wie hängt das KGV mit der Eigenkapitalrendite oder EBITDA zusammen?

Es sind ergänzende Kennzahlen: Das KGV betrifft die Bewertung (wie viel der Markt für den Gewinn zahlt), während die Eigenkapitalrendite die Rentabilität des Eigenkapitals und EBITDA die operative Rentabilität misst. Sie werden meist gemeinsam analysiert.