Finanzielle Hebelwirkung
Hebelwirkung bedeutet, geliehenes Geld zur Finanzierung eines Kaufs oder einer Anlage zu nutzen, was den Effekt — positiv oder negativ — des tatsächlich eingesetzten eigenen Kapitals vervielfacht.
Finanzielle Hebelwirkung bedeutet, neben eigenem Kapital auch geliehenes Kapital (Fremdkapital) zur Finanzierung eines Kaufs oder einer Anlage einzusetzen, um Zugang zu einem Vermögenswert zu erhalten, der mehr wert ist, als man allein mit eigenen Ersparnissen kaufen könnte. Das gängigste Beispiel ist eine Baufinanzierung: Wer eine Immobilie für 200.000 € mit 40.000 € eigenen Ersparnissen kauft und 160.000 € finanziert, nutzt einen Hebel von 5 im Verhältnis zum eingesetzten eigenen Kapital.
Hebelwirkung verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste: Steigt der Wert des Vermögenswerts, ist die Rendite auf das eingesetzte eigene Kapital höher, als wenn ohne Fremdkapital gekauft worden wäre; fällt der Wert jedoch, wird der Verlust ebenfalls auf dieses eigene Kapital verstärkt, und die Schulden müssen unabhängig von der Wertentwicklung des Vermögenswerts weiter mit Zinsen zurückgezahlt werden. Deshalb erhöht Hebelwirkung sowohl das Risiko eines Geschäfts als auch dessen potenzielle Rendite.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist finanzielle Hebelwirkung bei einer Baufinanzierung?
Es ist das Verhältnis zwischen dem Wert der gekauften Immobilie und dem eingesetzten Eigenkapital: Je geringer die Anzahlung im Verhältnis zum Kaufpreis, desto höher die Hebelwirkung des Geschäfts.
Ist Hebelwirkung gut oder schlecht?
Keins von beiden per se: Sie verstärkt sowohl potenzielle Gewinne als auch potenzielle Verluste. Sie kann die Rendite einer Anlage erhöhen, aber auch ihr Risiko, da die Schulden unabhängig von der Wertentwicklung des Vermögenswerts zurückgezahlt werden müssen.
Gilt Hebelwirkung nur für Baufinanzierungen?
Nein, es ist ein allgemeines Konzept, das für jeden teilweise fremdfinanzierten Kauf oder jede Anlage gilt, einschließlich Ratenkrediten, Aktienkäufen auf Kredit oder Unternehmensfinanzierung.