Wie viel Ersparnis du für einen Hauskauf wirklich brauchst

Aufschlüsselung alles Nötigen, um vor einem Immobilienkauf zu sparen: Eigenanteil, Kaufnebenkosten und das Sicherheitspolster, das oft vergessen wird.

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Eine der Fragen, die angehende Immobilienkäufer am meisten frustrieren, lautet: "Wie viel muss ich wirklich sparen?" Die Antwort fällt meist deutlich höher aus, als man anfangs denkt, denn der Kaufpreis der Immobilie ist nur ein Teil der Gesamtausgabe.

Warum Banken in Spanien nicht 100 % finanzieren

Spanische Banken finanzieren in der Regel höchstens 80 % des Beleihungswerts (bei der ersten Hauptwohnung). Das ist keine willkürliche Entscheidung: Sie beruht auf Risikomanagement-Kriterien der Banken und bedeutet, dass du mindestens die restlichen 20 % des Preises aus eigenem Ersparten decken musst.

Die vollständige Aufschlüsselung dessen, was du sparen musst

Posten Ungefährer Prozentsatz vom Preis
Eigenanteil (nicht von der Bank finanziert) 20%
Steuern (spanische Grunderwerbsteuer ITP oder USt+AJD, je nach Immobilientyp) 6-10% (variiert je nach Region)
Notar, Grundbuch und Verwaltung 1-1,5%
Wertgutachten Fixkosten, einige hundert Euro

Insgesamt kann das bei einer Immobilie im Wert von 200.000 € bedeuten, dass du zwischen 60.000 € und 65.000 € Eigenkapital brauchst, bevor überhaupt zusätzliche Umzugs- oder Einrichtungskosten anfallen.

Das Sicherheitspolster, das fast jeder vergisst

Zusätzlich zum Eigenanteil und den Kaufnebenkosten ist es ratsam, nicht dein gesamtes verfügbares Erspartes in den Kauf zu stecken. Einen separaten Notgroschen zu behalten, auch wenn er bescheiden ist, schützt dich davor, auf teure Finanzierung zurückgreifen zu müssen, falls direkt nach dem Kauf, wenn dein finanzieller Spielraum bereits ausgeschöpft ist, etwas Unvorhergesehenes eintritt.

Wie du das nötige Ersparte planst

Der praktischste Weg ist, zunächst den ungefähren Preis der gesuchten Immobilie festzulegen, die ungefähr 30 %, die du insgesamt brauchen wirst (Eigenanteil plus Nebenkosten), zu berechnen, und davon ausgehend eine Frist und eine konstante monatliche Sparrate festzulegen, um diese Summe zu erreichen, wobei du in deiner Planung den Zinseszinseffekt berücksichtigst, falls du dieses Erspartes zwischenzeitlich in einem verzinsten Produkt hältst.

Häufige Fehler bei dieser Sparplanung

Ein häufiger Fehler ist, nur die 20 % Eigenanteil zu berechnen und die zusätzlichen Kaufnebenkosten (die weitere 10 % ausmachen können) erst zu entdecken, wenn man schon im Vertragsabschlussprozess steckt, ohne Spielraum zum Reagieren. Ein weiterer Fehler ist, keinen Puffer dafür einzuplanen, dass der Immobilienpreis während der Sparphase steigen könnte, besonders in Märkten mit anhaltendem Preisanstieg.

Simuliere deinen eigenen Fall

Unser Hypothekenrechner lässt dich die monatliche Rate anhand des letztlich benötigten Finanzierungsbetrags schätzen, und unser Rechner Mieten vs. Kaufen hilft dir zu vergleichen, ob es sich für dich mehr lohnt, während du diesen Eigenanteil ansparst, weiter zu mieten oder den Kauf vorzuziehen.